
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Dienstleistungen (Psychotherapie, Sexual- und Paartherapie, Coaching, Fortbildungen, Vorträge sowie Projekt- und Veranstaltungsmanagement), die von Künstner Psychotherapie (c/o Patrick Künstner) (im Folgenden „Anbieter“ genannt) erbracht werden. Mit der Vereinbarung eines Termins oder der Anmeldung zu einer Veranstaltung gelten diese Bedingungen als akzeptiert.
TEIL A: Psychotherapie, Sexualtherapie, Paar-/Beziehungstherapie und Coaching
2. Rahmenbedingungen und Honorar
2.1. Die Dauer einer Einzelsitzung beträgt 50 Minuten, eine Doppeleinheit dauert 90 Minuten.
2.2. Psychotherapie beruht auf Freiwilligkeit. Die Häufigkeit und Dauer der Zusammenarbeit werden individuell und nach Bedarf vereinbart.
2.3. Da sich der Anbieter im Status „Psychotherapeut in Fachspezifikum unter Lehrsupervision“ befindet, ist eine Kostenrückerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen aktuell nicht möglich. Aus diesem Grund wird ein vorab vereinbartes, angepasstes Honorar verrechnet.
2.4. Die Rechnungslegung für psychotherapeutische Einheiten erfolgt gesammelt am Ende des jeweiligen Monats. Um höchste Vertraulichkeit und Datensicherheit zu gewährleisten, erhalten Sie die Rechnung über den Gesamtbetrag als verschlüsselte E-Mail. Der ausgewiesene Betrag ist fristgerecht per Banküberweisung auf das angegebene Konto zu begleichen.
3. Absageregelung und Verspätungen
3.1. Vereinbarte Sitzungstermine sind verbindlich. Eine kostenfreie Absage oder Verschiebung ist bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich (per E-Mail an kontakt@praxis-kuenster.at, per SMS oder telefonisch unter 0043 (0) 670 2067 922).
3.2. Bei Absagen, die weniger als 48 Stunden vor dem Termin erfolgen, sowie bei unentschuldigtem Nichterscheinen, wird das vereinbarte Honorar für die geplante Einheit in voller Höhe in Rechnung gestellt, da dieser Termin exklusiv freigehalten wurde.
3.3. Bei Verspätung seitens der Klient:innen ist eine Verlängerung der Sitzungszeit über den ursprünglich vereinbarten Endzeitpunkt hinaus nicht möglich. Das Honorar wird auch in diesem Fall in voller Höhe fällig.
4. Verschwiegenheitspflicht und Ausnahmen
4.1. Gemäß § 45 Psychotherapiegesetz (BGBl. Nr. 361/1990) unterliegt der Anbieter einer strengen, gesetzlich verankerten Verschwiegenheitspflicht über sämtliche anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse. Diese Pflicht besteht auch nach Beendigung der Behandlung fort.
4.2. Ausnahme (Fremd- und Selbstgefährdung): Die Verschwiegenheitspflicht wird zwingend aufgehoben, wenn eine akute, unmittelbare Gefahr für das Leben oder die Gesundheit der Klient:innen selbst (Selbstgefährdung) oder für das Leben Dritter (Fremdgefährdung) besteht. In diesen Fällen ist der Anbieter gesetzlich dazu verpflichtet, angemessene Schutzmaßnahmen zu ergreifen (z. B. Einbeziehung ärztlicher Notdienste, Kliniken oder Behörden), um eine Gefahr abzuwenden.
4.3. Bei Kindern und Jugendlichen gelten die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Auskunfts- und Informationspflichten gegenüber den Obsorgeberechtigten, die im Erstgespräch transparent geklärt werden.
TEIL B: Fortbildungen, Veranstaltungen und Projektmanagement
5. Anmeldungen und Vertragsschluss
5.1. Anmeldungen für offene Fortbildungen und Workshops erfolgen schriftlich per E-Mail oder über die Webseite. Sie sind verbindlich und werden in der Reihenfolge des Eintreffens berücksichtigt.
5.2. Der Anbieter behält sich das Recht vor, Anmeldungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen, falls Teilnahmevoraussetzungen nicht erfüllt sind oder die maximale Teilnehmendenzahl erreicht ist.
6. Zahlungsbedingungen für Veranstaltungen
6.1. Die Leistungen sind gemäß § 6 Abs. 1 Z. 27 UStG (bzw. Kleinunternehmerregelung) umsatzsteuerbefreit.
6.2. Rechnungen werden per E-Mail versandt. Der Teilnahmebeitrag ist nach Rechnungserhalt ohne Abzüge innerhalb der angegebenen Zahlungsfrist zu überweisen. Erst nach vollständigem Zahlungseingang ist der Platz fixiert.
6.3. Etwaige anfallende Kosten für Reise, Verpflegung und Unterkunft sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen.
7. Stornobedingungen für Fortbildungen und Veranstaltungen
Um eine Planungssicherheit für beide Seiten zu gewährleisten, gelten für gebuchte Fortbildungen und Veranstaltungen (sowohl für offene Seminare als auch für gebuchte In-House-Projekte durch Institutionen) folgende Stornobedingungen:
7.1. Stornierungen müssen ausnahmslos schriftlich (per E-Mail) erfolgen.
7.2. Bei einer Stornierung bis 8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn werden 30 % der vereinbarten Kosten in Rechnung gestellt.
7.3. Bei einer Stornierung bis 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn werden 70 % der vereinbarten Kosten in Rechnung gestellt.
7.4. Bei einer Stornierung bis 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn oder bei Nichterscheinen werden 100 % der vereinbarten Kosten in Rechnung gestellt.
7.5. Die Stellung einer geeigneten Ersatzperson ist in Absprache vorab möglich. In diesem Fall entfallen die Stornogebühren. Es fällt lediglich eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 20,00 € an.
7.6. Das reine Versäumen der Zahlungsfrist gilt nicht als automatische Stornierung.
8. Absage oder Änderungen durch den Anbieter
8.1. Der Anbieter behält sich vor, Veranstaltungen bei zu geringer Teilnehmendenzahl, Krankheit oder aufgrund von höherer Gewalt abzusagen. In diesem Fall werden bereits geleistete Zahlungen vollständig und umgehend rückerstattet.
8.2. Darüber hinausgehende Ansprüche, insbesondere der Ersatz von Reise- oder Übernachtungskosten sowie Arbeitsausfall, sind ausgeschlossen.
9. Widerrufsrecht für Verbraucher:innen (gemäß FAGG)
Erfolgt die Buchung einer Veranstaltung durch eine Privatperson (Verbraucher:in) über Fernabsatz (Webseite, E-Mail), besteht das Recht, den Vertrag binnen 14 Tagen ab Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Zur Wahrung der Frist genügt eine eindeutige schriftliche Erklärung per E-Mail. Dieses Recht erlischt vorzeitig, wenn die Veranstaltung innerhalb der 14-tägigen Frist bereits vollständig erbracht wurde.
10. Haftungsausschluss bei Bildungsangeboten
Die Teilnahme an Fortbildungen und Workshops erfolgt auf eigene Verantwortung. Der Anbieter bietet im Rahmen dieser Veranstaltungen Weiterbildung und Fachberatung an, jedoch keine Heilausbildung oder Psychotherapie. Für persönliche Prozesse, die durch die Kursinhalte ausgelöst werden, sowie für die Umsetzung des erlernten Wissens in der eigenen beruflichen Praxis der Teilnehmenden, übernimmt der Anbieter keine Haftung.
